Tübinger Neid-Kopf

Neid-KopfDer Wunsch nach einer weiteren Maskengruppe war schon lange vorhanden. Erst die Idee zu einem abendlichen Stadtrundgang während der Vorstandssitzung führte zum Erfolg. Am Tübinger Schloss beeindruckten die dort angebrachten Masken.

Das Vorbild für den „Tübinger Neidkopf“ fanden die Verantwortlichen jedoch an der Fassade des Gebäudes Kornhausstraße 17. Am Erdgeschoss befinden sich zwei Konsolen­steine, einer der beiden Konsolensteine zeigt einen sogenannten „Neidkopf“ und trägt die Jahreszahl 1602 und die Initialen P II.

Neidköpfe sind Fratzen, die als Bannungs- oder Abschreckungszeichen zu verstehen sind. Der Neidkopf galt als Abwehrzauber, sollte böse Geister bannen und fernhalten, diente dem Schutz gegen Unbill aller Art, gegen Krankheit, Verwünschungen, Zwie­tracht, den bösen Blick – und natürlich gegen den Neid.

Tübingen bietet ein großes Repertoire an steinernen Vorbildern für weitere „Tübinger Neidköpf“. Die Narrengruppe besteht derzeit aus sieben Hästrägern mit dem Neidkopf, dessen Vorbild in der Kornhausstraße besichtigt werden kann. Sie sind der Prototyp, der sicher bald durch andere „Neidköpf“ ergänzt wird.

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